Skilauf alpin

Trends im Skisport

Die  aktuellen Trends drehen sich wieder mehr um Bewegung auf zwei Ski. Das Snowboard hat seinen fixen Platz unter den Sportgeräten gefunden und ist inzwischen kein Thema mehr. Das Snowboard war aber Vorreiter für die neue Einstellung zum Ski fahren. Es geht um lockeres Fahren bei dem vor allem der Spaß zählt. Die individuelle Neigung bestimmen Stil und Technik. Das Beherrschen einer guten Ski-Technik ist zwar notwendig um sich im Gelände, in der Half Pipe oder auf der Piste gut bewegen zu können, der Stil wird der Technik aber nicht untergeordnet. Bestimmend für den Stil ist das Gelände.

Freeriding

ist die Wiederentdeckung des Ursprungs des Skilaufs: Abseits von überfüllten und perfekt präparierten Pisten im Gelände Kurven in den Powder zu ziehen, eigene Spuren im Tiefschnee hinterlassen , das Gefühl bei einer high speed  Abfahrt auskosten !

Freeriding verleiht einer alten Idee einen neuen Namen. Ausgestattet mit modernem Skimaterial, verbesserter Skitechnik  und neuem Skistil. Freeriden ist spielerisches Fahren unter Ausnützung der gegebenen Situationen in Skirouten oder Varianten. Freeriden in kurzen oder langen Radien – immer steht Spaß und Spiel  beim Fahren durch die vielfältigen Formen des Geländes im Vordergrund. Kontrollierte Sprünge über Geländekuppen vermitteln dem Freerider den zusätzlichen Kick.

Fahren auf Sicht und Beachtung alpiner Gefahren sind Grundvoraussetzung für verantwortliches Freeriden. Die verbesserten Gleiteigenschaften der neuen Freeride-Ski  bringen verbesserte Gleiteigenschaften im Tiefschnee und bedingen höheres Tempo und längere Radien.

Auch hier gibt es schon Wettbewerbe:

SkierXtreme

Eine Kombination aus einem Freeride - Bewerb und einem Skier-Cross.

Jeweils 4 Fahrer duellieren sich auf einer Strecke von ca. 3 Minuten im

freien, alpinen Gelände.

New School Skiing - „It´s all about style“

Viele Elemente aus dem New School Skiing kommen aus dem Snowboardbereich. Sowohl Skifahrer als auch Snowboarder versuchen auf ihre Art „style“ auszudrücken. „Freestyle“ ist eine in vielen Bereichen vorhandene Ausdrucksart – Skateboard, Surfen, Basketball, Breakdance etc..

Man bewegt sich mit Twin-Tip-Ski in Funparks, Halfpipes oder im Backcountry. Die Twin-Tip-Ski sind Allround-Carver, die sowohl vorne als auch hinten aufgebogen sind. Sie geben dem Freestyler die Möglichkeit sowohl vorwärts als auch rückwärts (switch, fakie) zu fahren.

Welche New School Diziplinen gibt es?

  • Big Air

            Reiner Sprungbewerb über eine Schanze (Kicker)

  • Halfpipe

            Wie beim Snowboarden wird auch hier in Pipes oder Superpipes (größer, höher) gefahren

  • Slopestyle

            Fahren auf der Piste, in Bewerben befinden sich mehrere „obstacles“ (Hindernisse) auf der Piste, die es zu bewältigen gilt. (Kicker, Corner, Rails,...)

  • Big Mountain

            Ski fahren im Gelände (ehemals Extremskifahren)

  • Skier-X

Rennlaufangehauchte Diszlin. 4 – 6 Fahrer starten gleichzeitig über einen Kurs mit Steilkurven, Jumps und Richtungstoren und kämpfen in einem „knock out system“ um den Aufstieg bzw. Sieg 

Rivalität Ski – Snowboard ?

Aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten, die New School Skiing und Snowboarden haben, ergibt sich eine neue Siuation: Skifahrer und Snowboarder fahren gemeinsam in den Funparks und im Gelände !

Freie Ferse

Zurück zu den Anfängen – Telemarkskilauf ist wieder in. Allerdings mit modernen Ski und entsprechenden Schuhen. Für Skiläufer aller Könnenstufen bietet der Telemarkskilauf die Möglichkeit den Bewegungsschatz zu erweitern. Vor allem zur Gleichgewichtsschulung und zur Erweiterung der Gleiterfahrung und natürlich weil´s Spaß macht, geht man „Telemarken“. Die Bindung mit der freien Ferse läßt sich auf jeden Ski montieren. Fahrten in der Buckelpiste, im Tiefschnee und sogar in der Halfpipe bringen neue Fahrgefühle.

Freeskiing - Adrenalin pur

Extremes Gelände, extreme Herausforderung ! Was eine freie Begehung der Aiger Nordwand, ist Freeskiing in Rinnen und Steilwänden mit mehr als 50 Grad.

Für Skihasadeure, die an die Grenzen des Möglichen gehen. Für sie ist Freeskiing mehr als bloß Freizeitbeschäftigung, für sie ist es ein Lebensgefühl!

TourenskinSKI

Natur pur – mit allen Vor- und Nachteilen

Die Schnee-Euphorie lässt jedoch so manchen die Gefahren durch falsche Selbsteinschätzung, Wetteränderungen und Lawinen vergessen. Wenn etwas passiert – und sei’s nur ein verstauchter Knöchel – ist Hilfe fern. Wer aber über eine gute Grundkondition, entsprechendem Wissen und die richtige Ausrüstung verfügt, die Gefahren der Bergwelt ernst nimmt und Lust am Abenteuer Berg hat – für den sind die winterlichen Trendsportarten  der ideale Sport.

Material – die richtige Wahl

AUSRÜSTUNG - ALPIN

Erst mit der entsprechenden Skiausrüstung macht das Skifahren richtig Spaß. Die Entwicklung hat für die Skisportler in den letzten Jahren viele Vorteile in punkto Sicherheit und Fahrvergnügen gebracht. Wir geben Ihnen einige Tipps zur richtigen Ausrüstung. Für eine spezielle Beratung stehen kompetente Ansprechpartner in den ÖSV-Vereinen und Österreichs Spotartikelhändler zur Verfügung.

SKI

Die Konstruktionen der Alpinski haben sich in den letzten Jahren sehr rasch weiterentwickelt. Die neuesten Carvingski (Ski mit Taillierungen von ca. 10 – 25m Radius) bieten mehr Fahrspaß bei allen Pisten- und Schneeverhältnissen. Ski in der gleichen Preisklasse bieten durchwegs gleich hohe Qualität. Genauso wie fast jeder Skifahrer einen eigenen Fahrstil hat, haben die Ski unterschiedliche Charakteristika. Manche sind weicher, manche härter, die einen sind mehr und andere weniger tailliert, etc. Das heißt, der Ski, der für einen Skifahrer der beste ist, muss es nicht unbedingt für jemand anderen sein.

Die Wahl des richtigen Skis und der richtigen Länge ist abhängig von Fahrkönnen, Geschwindigkeit, Gewicht und Kondition und natürlich vom Verwendungszweck, d.h. wo und wie hauptsächlich gefahren wird.

Große Bedeutung kommt auch dem Skifinish (der Präparation von Kanten und Belag) zu. Der beste Ski kann durch kein oder schlechtes Skiservice seine guten Fahreigenschaften verlieren.

Eine Richtlinie für die Auswahl kann Ihnen folgende Übersicht geben:

EINTEILUNG DER CARVINGSKI und LÄNGENEMPFEHLUNG

BEZEICHNUNG Carver Cross-Carver Slalom-Race-Carver Racecarver
  Allround, Easy, Comfort Freeride, Cross-Country Slalom Riesentorlauf

RADIUS

12 - 25 Meter

15 – 25 Meter

Extrem ca. 30 Meter

12 – 15 Meter

17-23 Meter

HAUPT-EINSATZ-BEREICH

Piste - Gelände - Tiefschnee

großer Allroundbereich

Piste - Gelände - Tiefschnee

großer Allroundbereich

sportlich orientiert

Präparierte, harte Pisten

Rennlauf

Piste - Gelände

Auch im Allroundbereich

Präparierte Pisten, harte Pisten

hohe Geschwindigkeit, Rennlauf

FAHRTECHNIK

herkömmliche Skitechnik oder

Carvingtechnik, gerutscht und geschnitten

Gute Technik

Carvingtechnik

Carvingtechnik

Carvingtechnik - große Radien mit hohem Tempo

erfordern sehr gute Skitechnik

ZIELGRUPPE

vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen, vom Kurven bis zum Carven

 

Vom Fortgeschritten bis zum Skilehrer

vom Allrounder bis zum Rennläufer

 

rennorientierte Skifahrer, Rennläufer

kürzere Längen haben teilweise auch gute Allroundeigenschaften

LÄNGEN-EMPFEHLUNG

Damen: 160 cm (-170 cm)

Herren: 170 cm (-180 cm)

Damen: 160 cm -170 cm

Herren: 170 cm -180 cm

Damen: 150-160 cm

Herren: 160-170 cm

Rennlauf: FIS-Regeln beachten

sehr individuell, bis ca. 190 cm

Rennlauf: FIS-Regeln beachten

STANDHÖHE

Standerhöhungen zusätzlich zur Bindung nicht notwendig, für sportliche Pistenfahrer aber möglich

Bindungen haben Erhöhungen eingebaut

Standerhöhungen bis ca. 55 mm als Richtlinie

 

Standerhöhungen bis ca. 55 mm als Richtlinie

Rennlauf: FIS-Regeln beachten

 

Gesamthöhe = Ski + Platte + Bindung

Standerhöhungen bis ca. 55 mm als Richtlinie

Rennlauf: FIS-Regeln beachten

 

Gesamthöhe = Ski + Platte + Bindung

 

 

 

 

 

SONDER-FORMEN

KURZCARVER:

„Inline-Skaten“ auf Schnee mit kurzen Ski, Radius 6-10 m

Längen: 80-130 cm

TWIN-TIP: Ski sind vorne und hinten aufgebogen, für Freestyle, Sprünge, Off-Piste, R= 15-30 m, Längen 140-190 cm

 

 

Die richtige Skiauswahl und Skilänge richtet sich nach Fahrkönnen, Geschwindigkeit, Gewicht , Kondition und natürlich nach dem Verwendungszweck, also wo und wie hauptsächlich gefahren wird.

Manche Modelle können in unterschiedlichen Längen - durch die Änderung im Radius - auch andere Fahreigenschafen haben.

Innerhalb dieser Gruppen gibt es natürlich auch unterschiedliche Eigenschaften, hier kann der Sportartikelberater helfen.

Die Radien sind als Richtlinie anzusehen, zusätzlich sind auch die Biegesteifigkeit und Torsion für die Fahreigenschaften verantwortlich.

Skihelm

Ein Skihelm ist ein sinnvoller Schutz zur Vermeidung von Kopfverletzungen auf der Skipiste.

Beim Kauf auf die Norm EN 1077 achten!

Richtige Passform: Der Helm sollte leicht sein, darf nicht drücken und nicht wackeln (Test durch Kopfschütteln). Er sollte vor Wind und Kälte schützen und auch mit Ski- oder Sonnenbrille bequem zu tragen sein. Gute Helme bieten ein Belüftungssystem. Der Kinnriemen sollte mindestens 2cm breit und mit der Helmschale fest verbunden sein.

Kinder: Beim Kauf sollte das Kind mitentscheiden, um Spaß beim Fahren mit Helm zu haben, ein Verstellmechanismus zur Größenanpassung lässt den Helm mitwachsen.

KINDERSKI

Die Carvingtaillierung kommt Kindern sehr zu gute. Sie können sehr rasch die Vorteile des Skis durch das natürliche Bewegungsgefühl ausnützen.

Längenempfehlung: Die richtige Länge liegt im Kinnbereich, Anfänger darunter, für Fortgeschrittene auch länger möglich, aber immer unter Körpergröße bleiben.

Kinderski im Zweifelsfall immer kürzer wählen!

SKISCHUHE

Der Skischuh ist das wichtigste Element beim Skifahren. Wenn es Passformprobleme und Schmerzen gibt, macht der Sport keine Freude. Moderne Technik erlaubt besten Einstiegskomfort, Funktionalität für jede Zielgruppe und eine Vielzahl von Anpassmöglichkeiten. Die neuste Entwicklung sind Komfortskischuhe (bzw. Softboots), die das Skifahren noch bequemer machen.

Anpassung-Passform: Guter Fersensitz und Beweglichkeit im Sprunggelenk - ermöglicht durch ein Gelenk im Skischuh - sind unbedingt erforderlich. Ein gut gepolsterter Schaft und genügend Bewegungsfreiheit im Zehenraum erhöhen den Komfort. Eine weich gepolsterte Zunge, vor allem bei Damenmodellen, vermeidet Schienbeinschmerzen. Viele Schuhe haben einen Geh- bzw. Stehmechanismus, der aufrechtes Stehen ermöglicht. Ein anatomisches Fußbett unterstützt den Fuß bei Ermüdung (kann Fußbrennen, Schmerzen und Einschlafen der Füße verhindern). Bei vielen Skischuhen kann auch die Vorlageneigung und Dämpfungshärte verstellt werden. Leicht bedienbare und übersichtliche Bedienungselemente vereinfachen die Anpassung. Beim Schuhkauf beide Schuhe ca. 15 Minuten anprobieren.

SKIBINDUNGEN

Durch den technischen Fortschritt der Bindungsentwicklung konnte die Zahl der Skiverletzungen stark vermindert werden. Moderne Skibindungen sind auf einem hohen Sicherheitsstandard, allerdings können sie nur optimal funktionieren, wenn sie auch entsprechend eingestellt und gewartet werden. Fachleute empfehlen, einmal vor Beginn der Skisaison die Einstellung der Skibindungen vom Sportfachhändler kontrollieren zu lassen. Durch abgenützte Schuhsohlen können sich die Reibungswerte verändern und die individuelle Einstellung der Bindung entspricht nicht mehr dem Sportgerät im Neuzustand. Im Rahmen der Aktion „Prüfsiegel für Skibindungen“ wird die Bindung nach den aktuellen Normen überprüft. Die Preisunterschiede bei neuen Bindungen ergeben sich aus dem Material und der Vielzahl der eingebauten Sicherheitsmechanismen.

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